Gegen-Beitragsanpassung

Wer sagt wir können uns nicht wehren. Wer sagt wir könnten nichts tun. Wer sagt wir müssen es hinnehmen. Der irrt sich.

Versicherungswechsel

Über neue Gesundheitsprüfung, Alter Krankheitsgeschichte, neuer Risikozuschlag

Steht eine Beitragserhöhung an, ohne dass weder der Versicherungsumfang noch der Tarif geändert wurden, hat der Kunde das Recht von einem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch zu machen und die Versicherungsgesellschaft zu wechseln. Dies muss jedoch innerhalb von 4 Wochen nach Bekanntwerden der Erhöhung erfolgen, ansonsten ist die Chance für einen Wechsel vertan.

Allerdings ist dieser Schritt gründlich zu bedenken, da ein günstigeres Angebot einer anderen PKV-Gesellschaft nicht nur Vorteile mit sich bringt.

Zum einen sollte man auf den Leistungsumfang achten. Die unterschiedlichen Tarife der verschiedenen PKV-Anbieter sind nicht einfach zu vergleichen, da die sich immer anders zusammensetzen.

Ebenso ist es für Personen, welche bereits vor dem 1. Januar 2009 Mitglied PKV Tarifwechseleiner PKV waren, nach einem Wechsel nicht mehr möglich in den Standardtarif überzugehen. Zeitgleich gehen alle bisherigen Altersrückstellungen verloren und im Alter kann der Kunde nur noch in den Basistarif wechseln. Dieser Basistarif beinhaltet einen geringeren Leistungsumfang.

Die Altersrückstellungen müssten mit einem Versicherungswechsel vollkommen neu aufgebaut werden, aufgrund dessen, dass diese vollständig verloren gehen. Da nun aber weniger Zeit bleibt um das Polster zu füllen, werden höhere Prämien fällig, um letztendlich doch die erhöhten Kosten im Alter bestreiten zu können.

Des Weiteren ist zu beachten, dass für gewöhnlich eine neue Gesundheitsüberprüfung erfolgt und die vorangegangen Krankengeschichte herangezogen wird um evtl. einen neuen Risikozuschlag zu berechnen. Dieser kann natürlich entsprechend höher ausfallen, da beispielsweise mit jedem Lebensjahr die Wehwehchen mehr werden. Ein 35-jähriger Mann kann nicht mehr mit einem 20-jährigen gesundheitlich gleich gestellt werden.

Aufgrund dieser doch gravierenden Nachteile sollte im Vorfeld bei der eigenen Versicherungsgesellschaft Informationen über mögliche Tarifwechsel eingeholt werden, bevor man einen Versicherungswechsel in Erwägung zieht. Sollte dennoch alles für einen kompletten Gesellschaftswechsel sprechen, kann man beispielsweise einen Versicherungsmakler beauftragen, der die optimalste Alternative ausfindig macht. Dieser Makler verfügt über das entsprechende Know-how, Erfahrungen, die Möglichkeiten und den Überblick um alle Angebote effizient zu vergleichen und zu prüfen. In jedem Fall ist eine genaue Abwägung erforderlich um letztendlich wirklich eine günstigere Versicherung zu finden. Die Beitragshöhe, Leistungen, Höhe der Selbstbeteiligungen und Konditionen spielen dabei alle eine gleichermaßen wichtige Rolle.

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