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Gründe einer Beitragsanpassung

Beitragsanpassungen gibt es dann, wenn die Privaten Krankenversicherer sich ansonsten nicht in der Lage sehen die vertraglich vereinbarten Leistungen und die zu erwartenden Ansprüche abdecken zu können.

Für gewöhnlich dienen die Beitragsanpassungen dazu auch im Alter, wenn die in Anspruchnahmen von medizinischen Leistungen steigen, die Kosten abdecken zu können.

Beim Abschluss einer PKV wird eine Beitragshöhe, welche die unterschiedlichen Ansprüche lebenslang abdecken soll, festgelegt. Während der jungen Lebensjahre eines Menschen soll eine Altersrückstellung mitfinanziert werden. Junge PKV-Mitglieder zahlen in Relation zu geleisteten Ansprüchen einen höheren Beitrag, um Alter stellt sich diese Relation genau gegenteilig dar. Daher sind Menschen mit einem jungen Eintrittsalter von Beitragserhöhungen nicht so arg betroffen wie im Alter fortgeschrittene. Letzteren Personenkreis bleibt weniger Zeit ein Polster für die Kosten im Alter anzulegen.

Bedingt durch den medizinischen Fortschritt und neue Behandlungsmethoden werden Menschen erfreulicherweise heute immer älter und verschiedene Erkrankungen können früher erkannt und behandelt werden, also nehmen diese auch entsprechend länger die verschiedenen Leistungen der PKV in Anspruch. So gehört eine Herzoperation an einer 80ig-jährigen Person heute zum chirurgischen Alltag und die Möglichkeiten Menschen zu behandeln steigen nahezu täglich. Ein größeres Leistungsangebot bringt natürlich auch mehr Kosten mit sich, die gedeckt werden müssen. Zeitgleich steigen die Grundkosten der medizinischen Versorgung. Beispielsweise steigen nicht nur Arzneimittelkosten kontinuierlich, sondern auch die Pflegesätze im Krankenhaus.

Da also die Umstände, die der Beitragskalkulation zugrunde gelegt wurden, Änderungen unterliegen, müssen die Daten regelmäßig überprüft werden und in Form von Beitragserhöhungen auf steigende Kosten reagiert werden. Dadurch werden die vertraglichen Leistungen zukünftig gewährleistet und können größtenteils um neue Behandlungsmethoden erweitert werden und stehen dadurch den Versicherten zur Verfügung. Zeitgleich dürfen vertragliche Änderungen wie z. B. eine Streichung von Leistungen nicht einseitig durch die Versicherung erfolgen, sodass diese fester Bestandteil des Angebots bleiben müssen.

Als Alternative zu den steigenden Beiträgen wäre eine Erhöhung der Selbstbeteiligung der Patienten an den verschiedenen Gesundheitsleistungen. Letztendlich belasten höhere Selbstbeteiligungen erfahrungsgemäß den Haushalt der Patienten mehr als Beitragserhöhungen, sodass mit den gestiegenen Arztrechnungen Patienten unter Umständen eher auf Behandlungen verzichten, obwohl sie über eine Krankenversicherung verfügen, weil die Selbstbeteiligung einfach nicht beglichen werden könnte.

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